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Sachbücher
Denkpulver beschäftigt sich nicht mit Sachbüchern für Kinder. Aber es gibt ganz tolle, dieses zum Beispiel:

 

 

 

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Hintergrund

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James Krüss einmal anders: als temperamentvoller Kritiker der Kinder- und Jugendliteratur, jener Gattung also, die ihn als Verseschmied und Geschichtenerzähler berühmt gemacht hat.

 

Bilderbuchforschung

Ästhetik Theorie Analyse Didaktik Rezeption

Hieronymus Bosch? Für Kinder?

Die Quartalstrüffel Winter 2016/17

Ein Abenteuer – aber Hieronymus Bosch? Ist das denn was für Kinder? Aber sicher, wenn man es so macht wie Thé Tjong Khing !

Der Moritzverlag hat sich hier etwas getraut, wobei der niederländische Verlag Uitgeverji Leopold, so vermuten wir, wahrscheinlich mit weniger Vorbehalten zu kämpfen hatte. Wir begrüßen das – erste Trüffel!

Auf großformatigen Doppelseiten breitet der Illustrator hier eine grausig schöne Welt aus, die in ihrer Farbenkraft der von Hieronymus Bosch fast gleichkommt und dennoch durch die lockere Strichführung leicht und zugänglich bleibt. Ein Kunststück –  und dafür gibt?s die zweite Trüffel.

Aber uns stellt sich eine ganz andere Frage. Nämlich: ist es denn wirklich nur ein Abenteuer,  was es dieser Fantasiewelt zu erleben gibt? Ist das, was sich uns hier eröffnet, nicht eher ein Traum? Einer von denen, wo Angst, Glück, Todesgefahr, Heldenmut, Siegesgewissheit, Mutlosigkeit, einfach alles, was das Leben so ausmacht, eine „Handlung” vorantreibt. Thé Tjong Khing hat ganz ohne Worte entlang von einzelnen, bekannten Bildmotiven aus dem Boschkosmos eine durchgehende Geschichte gewebt, die solcher Traumdramaturgie folgt. Ein Kinderalptraum: stürzen, verfolgt werden, getäuscht und gefangen werden, verlieren und wiedererlangen, was einem lieb ist. Und ein Kinderheldentraum: das Böse überlisten, alle Gefangenen befreien und am Ende selbst gerettet werden. Und das alles in Jetztzeit, beim Blättern. Wir sehen das Unglück kommen, es lauert hinter dem Baum und wir wollen den Jungen warnen: „Die Hexe! Die Hexe! Nicht weitergehen, Jeroen !”– so heißt der Junge im niederländischen Original. Aber natürlich passiert es doch, wir blättern weiter und uns fährt der Schreck in die Glieder, als wären wir nicht Betrachter, sondern Mitträumer.

Jede einzelne dieser Seiten bietet genug Erzählstoff für ein ganzes Buch und ist doch „nur” eine Momentaufnahme in einer tausendfältigen Erzählung. Da verschränken sich die Ereignisse, künden sich immer neue an und es bleibt dem Leser garnichts anderes übrig, als immer wieder vor- und zurück zu blättern. Wir haben das ausgiebig getan, haben Motive, Ereignisse und Gestalten zurückverfolgt, wiederentdeckt oder neuentdeckt und weiterverfolgt. Wir haben immer neue Verflechtungen, Querverbindungen, Zusammenhänge entdeckt und ganz sicher finden wir beim nächsten Mal ein weiteres Detail, eine weitere Wendung in dem Traum, den der Protagonist da träumt. So bunt und aufregend, lustig und gruselig zugleich, wie soll man das alles am nächsten Morgen erzählen?

Unser Exemplar des Buches trägt infolgedessen schon deutliche Gebrauchsspuren und eigentlich gibt es bei uns für derlei gerne ein paar Pingelpunkte. Aber wir betrachten das in diesem Falle als Qualitätsmerkmal – ein inhaltliches! Und deshalb verleihen wir an dieser Stelle die dreieinhalbte Trüffel, die macht unsere Pingelei wieder wett.


Unsere Quartalstrüffel Sommer 2016

Ein Kinderbuch über Despotismus, Macht, Willkür, Ausgrenzung, Faschismus (?) – wie sieht so etwas aus?

Aus der Feder von Olivier Tallec kommt dabei ein fröhliches, lustiges, skurriles Bilderbuch heraus und das ist großartig! Die handelnden Personen: Ludwig der Schafbock, seine Herde und ganz zum Schluss? Dazu mehr im Buch.

Ganz ohne sein Zutun, durch einen Windstoß, erhält Ludwig die Königswürde verliehen in Form einer zufällig dahergewehten blauen Papierkrone. Ohne sein Zutun und ohne dass das Schafsvolk davon großartig Notiz nimmt. Zunächst! Bis König Ludwig mit dem Regieren beginnt, Zepter und Reden schwingt, Jagdgesellschaften abhält, eine Armee aufbaut und schließlich unliebsame Untertanen vertreibt. Was eben so dazu gehört zum Königsein. »Was gut für mich ist, ist gut für mein Volk!« zitiert der Autor und Illustrator seinen Protagonisten auf der Buchrückseite.
Wir empfehlen dieses Kinderbuch, weil es ein Lehrstück ist über Tyrannei das ganz ohne Gesinnungstyrannei auskommt. Denn es spielt ja in der ulkigen Welt der Schafe, jener Spezies, die jeden Zeichner herausfordern und zugleich beflügeln muss. Sind sie denn nun lieb und niedlich oder einfach nur doof? Tallec kennt und entdeckt uns neben diesen beiden Eigenschaften des Schafs eine dritte, dunkle Seite am Beispiel des dornenhalsbandbewehrten Jagdschafs, vor dem sogar der eigens importierte Löwe flieht.


Quartalstrüffel Frühjahr 2016

In diesem Buch treffen drei Meister ihres Fachs zusammen: der Autor James Joyce und der Übersetzer Harry Rowohlt und der geniale Illustrator Wolf Erlbruch. Das ist Kindern selbstverständlich egal, aber für das Ergebnis nicht unerheblich. Als hätten die drei das Buch gemeinsam konzipiert, sprechen hier Wort und Bild im gleichen Ton, spinnen verschmitzt und hintersinnig an einer Art Seemannsgarn, das so skurril und anarchistisch ist, dass man eigentlich sofort eine Schiffsreise in diese sagenhafte Stadt Kopenhagen antreten möchte, wo Polizisten den ganzen Tag im Bett verbringen (James Jocye) und Fische Fahrrad fahren (Wolf Erlbruch). Das ist mit so leichter Hand skizziert, wer fragt da nach Beweisen. Alles ist denkbar, es lebe die Fabulierkunst! (Foto: Wolf Erlbruch / Hanser-Verlag)


Quartalstrüffel Winter 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

Sam und Dave graben ein Loch und sie graben so lange »bis wir etwas ganz Besonderes finden.« Sam und Dave sind wie wir. Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die so pur und schnörkellos ist wie ihr Titel und deshalb so wahr. Und weil die Illustrationen von Jon Klassen so voller verborgener Schätze sind wie der Weg durch den Erdball, den die beiden bei ihrem Tun durchqueren. Weil wir die Sebstverständlichkeit lieben, mit der hier das Unmögliche passiert und das Mögliche passiert wird. Darin sehen wir einen zentralen Wesenszug vom Kindsein. Eine ganze Trüffel verdient das Buch allein für die Sorgfalt mit der es gestaltet ist. Selbst das Vorsatzpapier erzählt mit. Und wir sind begeistert von der Bilddramaturgie. Wir befinden uns auf dem Weg in die Tiefe immer auf gleicher Höhe wie die Protagonisten und wissen doch stets mehr als sie, übrigens genau wie ihr Begleiter, der aber von ihnen nicht beachtet wird, er ist ja schließlich nur ein Hund. Wir erleben, wie sie eine vermeintliche Chance nach der anderen verpassen, möchten gerne eingreifen und sind verblüfft und glücklich, wenn die beiden sich am Ende doch als klüger erweisen, als wir es sind. Denn ob die Unternehmung geglückt ist oder nicht, das bestimmen sie selbst. Das ist doch Stoff für eine philosophische Diskussion. Die Frage: welchen Sinn hat es, ein Loch zu graben? Auf gehts!

     

 

 

 

 

 
 

Antiquarische Schätze

Erinnerungen aus der Kindheit

Dieses Tier lebt auf dem Bauernhof. Es gibt Unmengen von Milch und Sahne und nur hüpfend und springend bewegt es sich vorwärts. Die Kraft dazu gibt ihm sein starker Schwanz.

 



Als ich heute früh erwachte...

fand ich meine Uhr verstellt...
Uhr verstellt...


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Wie sollen Bücher sein, die auf Denkpulver vorgestellt werden?

Anders! wir mögen keine Bücher, die sich dem Zeitgeschmack anbiedern

Originell! wir mögen keinen Zweitaufguß eines erfolgreichen Titels

Humorvoll - auch wo es ernst wird!

Wir mögen keinen Betroffenheitskitsch

Ernsthaft - auch wo es lustig ist!

Wir mögen Bücher für mündige Kinder

Besser! Wir mögen Bücher von hoher künstlerischer Qualität

Nicht besser wissend! wir mögen Bücher ohne erzieherische Absicht

 

Fritze

Nun mag ich auch nicht länger leben,

Verhaßt ist mir des Tages Licht;

denn sie hat Franze Kuchen gegeben,

Mir aber nicht.

(Mathias Claudius)